Themenwoche - "Argumente für den Sport"

Diese Woche widmen wir verschiedenen Gründen, weshalb Sport und Bewegung mit und nach einer Krebserkrankung so wichtig sind

Grundsätzlich verbessert regelmäßige Bewegung auch unsere Lebensqualität, die Lebensqualität  und sorgt auch dafür, dass wir uns besser fühlen. So kann auch während der Krankenhausaufenthalte dem Bewegungsmangel entgegen gewirkt werden. Es gibt kein Mindestmaß an Fitness, die ihr mitbringen müsst, denn die Inhalte können sich komplett an Eure Tagesform und Eure Wünsche anpassen. So kann auch währen den Krankenhausaufenthalten dem Bewegungsmangel durch bspw. Sport- und Bewegungstherapie entgegengewirkt werden. Durch Sport und Bewegung sammeln wir viele neue Erfahrungen,lernenneue Dinge kennen und probieren uns aus. Doch während der zum Teil langen Aufenthalte liegt man sehr viel im Bett, manchmal sogar bis zu 23 Stunden am Tag. Das wollen wir gemeinsam mit Euch verändern! Wir möchten euch zeigen was trotz Erkrankung machbar ist und euch den Weg erleichtern nach der Therapie wieder mit dem Sport zu beginnen.  Denn 23 Stunden am Tag im Bett zu liegen klingt wenig spannend und erschwert euch nach dem Aufenthalt im Krankenhaus auch noch den Wiedereinstieg in den Alltag.

Sport macht fit. 

Durch Bewegung und Sport halten wir uns fit. Das wisst ihr bestimmt schon. Unser Körper lernt dabei neues, wie wenn wir eine Fremdsprache lernen. Nach und nach fällt es uns immer einfacher, neue Bewegungen, Spiele oder ganze Sportarten auszuführen. Gerade während langer Krankenhausaufenthalte sind die Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt und während einer Chemotherapie fehlt oft die Power, um stundenlang zu trainieren. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, sich auf kleinem Raum mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu bewegen (Schaut doch mal auf unserm YouTube-Kanal vorbei). Vielleicht hast Du das Glück, dass es Bewegungsangebote in Deinem Krankenhaus gibt, sodass Du schon mal Deine Ausdauer auf dem Fahrradergometer, Deine Kraft beim Kettlebell-Training, Deine Koordination auf dem Balanceboard oder beim Tennis und Deine Beweglichkeit beim Yoga trainieren konntest. Jede Möglichkeit sich im angemessenen Rahmen zubewegen, unterstützt Deinen Körper bei der Therapieverarbeitung und hilft dabei, dass Dein Körper fit bleibt.  

Sport entspannt.

Liegt ihr manchmal während der Krankenhausaufenthalte nachts wach im Bett und könnt schlecht schlafen? Das könnte unter anderem daran liegen, dass ihr auch tagsüber wenig aus dem Bett kommt. Versucht Euch so oft es geht und angemessen ist, zu bewegen und ihr werdet schnell merken, dass ihr abends besser einschlafen könnt. Die Nationalen Bewegungsempfehlungen aus 2016 empfehlen je nach Alter 60 bis 180 Minuten Bewegung am Tag. Natürlich können diese vielen Minuten auch in kleinen Einheiten über den Tag verteilt werden. Ein paar Bewegungstipps für zwischendurch: Streckt euch morgens bewusst. Zieht euch möglichst alleine an. Nehmt euer Essen nicht im Bett zu euch, sondern am Tisch. Macht kurze Spaziergänge durch die Station und lauft zu den Untersuchungen. Nutzt die Angebote der Bewegungsteams und bringt Eure eigenen Ideen und Wünsche ein.

Sport verbindet.

Wusstet ihr, dass Sport euch nicht nur körperlich fit hält?! Auch die gemeinschaftlich-freundschaftliche Aspekte werden durch Sport und Bewegung gefördert. Das heißt, dass durch Bewegung, Sport und Spiel auch Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Mitgefühl und Fairness verbessert werden. Vielleicht ist es möglich, dass ihr gemeinsam mit Eurem Zimmernachbar*in auf der Station oder in der Ambulanz Bewegungsspiele ausprobiert, Schritte auf dem Stepper (vielleicht sogar im Wettkampf gegen Eure Eltern) sammelt oder gemeinsam im Aufenthaltsraum kickert.

Das hilft euch neue Freundschaften zu schließen, das Krankenhaus für einen kurzen Moment zu vergessen und ermöglicht es mit anderen Kindern und Jugendlichen Spaß zu haben. Manchmal entsteht dadurch vielleicht auch die Möglichkeit, sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen.

Sport macht glücklich.

Habt ihr schon mal bemerkt, dass es euch nach körperlicher Bewegung bessergeht? Ihr fühlt euch aktiver, selbstbestimmter, fröhlicher, ausgelassener und seid stolz darauf, dass ihr Euch aufgerafft und Euch etwas Gutes getan habt. Das liegt unter anderem daran, dass durch die Bewegung verschiedene Glückshormone ausgeschüttet werden und wir unseren Körper intensiv nachspüren. Wenn wir uns regelmäßig bewegen, fühlen wir uns zufriedener und können Stress besser verarbeiten. Genießt die Timeout-Zone während der Bewegungsangebote und das Gefühl von „normalem Alltag“.

Sport ist (m)eine Ressource.

Was kann euch vom Klinikalltag so richtig gut ablenken UND euren Handy-Akku schonen? Sport und Bewegung auf der Station! Die Bewegung hilft Euch dabei, auf andere Gedanken zu kommen und dem langweiligen und anstrengenden Alltag auf der Station oder in der Ambulanz aus dem Weg zu gehen. Auch – und gerade an schlechten Tagen zerrt ihr von Eurem „Sportsgeist“ und den positiven Eigenschaften, die wir durch den Sport erfahren. Ihr könnt eure Wünsche äußern und selbst bestimmen, was ihr machen möchtet und wie anstrengend es wird. Ihr könnt euren Kopf abschalten und eure Sorgen für den Moment bei Seite schieben während ihr Euch auf Fußball, Boccia, Fantasiereisen, Ballspiele, Koordinationsleitern, Wurfübungen, Luftboxen, Slackline und Schwungbänder einlasst.